Ein Weg, die Online-Konkurrenz zu schlagen

27. Mai 2015 | 2 Min. Lesezeit

Die Kaffee-Renaissance unserer Zeit hat ihren Ursprung in der 1st Avenue, Ecke Pine Street in Seattle, Washington.

Als Wettbewerber in den späten 1980ern ihre Läden so gestalteten, dass Kunden schnell durchgeschleust werden konnten, machte Starbucks genau das Gegenteil.

Inspiriert von Mailänder Kaffeekultur positionierte Howard Schultz Starbucks als einen Ort zum Luftholen, an dem man Freunde treffen und sich unterhalten oder Meetings und Interviews durchführen kann.

Das ursprüngliche Café sollte das erste von 22.000 werden. Game-Stores von heute können viel aus diesem Erfolg lernen.

Warum?

Weil der Ansatz von Starbucks zu organischem Umsatzwachstum führt und es kein digitales Äquivalent gibt.

Das kann der Einzelhändler (im Gegensatz zum digitalen Händler)

Der „Dritte Ort“ ist wichtig, weil dies der Ort ist, an dem jeder sein will. – Steve Nemeckay, Amazing Heroes

Der Aufstieg von Starbucks ist das bekannteste Beispiel für die Anwendung der „Dritter-Ort-Theorie“ auf die Geschäftswelt.

Und so funktioniert die Theorie: „Dritte Orte“ sind die Nervenzentren einer Community, die sozialen Treffpunkte außerhalb des Zuhauses (erster Ort) und der Arbeit (zweiter Ort).

Dort gehen die Leute zum Entspannen hin, voller Geselligkeit und Frohsinn, frei von Urteilen und Ansprüchen. Der Ort steht jedem zur Verfügung und doch fühlen sich alle privilegiert, mit dabei zu sein. Die Anwesenheit jedes Einzelnen zählt und doch fühlt sich niemand verpflichtet, dort zu sein.

Das bietet der traditionelle Einzelhandel selten und der E-Commerce gar nicht, aber das ist es, was Unternehmen wie Panera Bread, Life Time Fitness oder Uniqlo so erfolgreich gemacht hat.

Und sein natürlicher Verbündeter ist das Spielen.

Das können Live-Spiele (im Gegensatz zu digitalen Spielen)

„Ich finde, es gibt keinen Vergleich zur Freude am Beisammensein, am Spaß von Angesicht zu Angesicht und am Scherzen.“ – Ray Oldenburg, Pionier der Dritter-Ort-Theorie

Erfolgreiche Spieleläden bieten ein unersetzliches Von-Angesicht-zu-Angesicht-Erlebnis, indem sie Oldenburgs Prinzip des dritten Ortes anwenden.

Einige Besonderheiten eines Einzelhandelsgeschäfts mit „Dritter Ort“-Charakter sind relativ offensichtlich und relativ einfach zu implementieren: Die Öffnungszeiten sind entgegenkommend, die Ausstattung ist unprätentiös, Essen und Trinken sind vorhanden.

Doch einige wichtige Eigenschaften eines dritten Ortes sind größtenteils immateriell und setzen starke „Soft Skills“ voraus. Zum Beispiel:

Die Stammgäste haben eine höhere Anziehungskraft als der Gastgeber

Fördern Sie freundliches Personal und eine freundliche Community, indem sie dieselben Taktiken anwenden: gutes Verhalten wertschätzen, zu Kreativität ermuntern, als Vorbild auftreten und in solche Spieler investieren, die neue Spieler anziehen.

Spieler fühlen sich an den Ort gebunden

Beziehen Sie die Spieler bei der Austragung von Events ein und lassen Sie sie am Erfolg Ihres Stores teilhaben. Das kann etwas Einfaches sein wie eine regelmäßige Feedback-Runde oder etwas Aufwändiges wie das Mentorenprogramm bei Goldem Head Games.

Eintrittsbarrieren sind niedrig

Stellen Sie sicher, dass Ihr Store jeden Kunden willkommen heißt, nicht nur durch das geschickte Strukturieren von Events, sondern auch dadurch, wie Sie mit der Community umgehen. Bieten Sie diverse Formate und Events an, inklusive Casual-Formaten und einem einsteigerfreundlichen Event bei Ihrem Friday Night Magic. Belohnen Sie Teilnahme und Fairness bei Ihren Events und nicht nur die Erstplatzierten. Fungieren Sie als Bindeglied zwischen Stammgästen und Neuankömmlingen: Stellen Sie die Spieler untereinander vor und stellen Sie Einsteigern einen Veteranen zur Seite.

Viele Stores haben mit diesen Prinzipien Erfolg. Golem Head Games, Face to Face Games, Game Wizard/Blue Sky Hobbies

Weitere Beispiele aus dem WPN finden Sie unter WPN.Wizards.com/Articles!

Von Matt Neubert

Häufig gestellte Fragen

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