"Now They Play in Every Single Prerelease"

„Jetzt spielen sie bei jedem Prerelease mit“

7. Juni 2016 | 3 Min. Lesezeit

Man vergisst leicht, wie abschreckend Magic für Anfänger sein kann und Magic im Store sowieso. Wenn wir neue Spieler an Organized Play heranführen wollen, müssen wir nicht nur die einschüchternden Teile des Spiels entmystifizieren, sondern auch das Spielen im Store.

Das Ligaprogramm von Gryphon Games & Comics hat sich beider Probleme gleichermaßen angenommen und so 30 Spieler für ein einziges Event angezogen – wovon viele mittlerweile Stammgäste geworden sind.

Und so haben sie das erreicht:

Wie Gryphon Magic entmystifiziert

Die Ligastruktur war ziemlich einfach. Es wurde einen Monat lang gespielt. Die Spieler haben mit einem Willkommens-Deck angefangen und sich wöchentlich getroffen. Dabei haben sie immer eine Boosterpackung ihrem Kartenpool hinzugefügt und sich Jeder-gegen-Jeden duelliert.

Gryphon hat damit Erfolg gehabt, weil sie die abschreckenden Elemente – neue Formate, erfahrenere Spieler – ausgeklammert haben und sie durch das psychologische Konzept der Konfrontation entmystifiziert haben.

Wenn wir vor etwas Angst haben, denken wir instinktiv Folgendes: Je näher wir uns dem nähern, desto mehr Angst verspüren wir. Wenn beispielsweise der Anblick einer Spinne Angst auslöst, nehmen wir an, dass wir in Panik geraten, sobald wir sie berühren. In Wahrheit ist es genau umgekehrt. Die Angst nimmt mit Konfrontation ab, nicht zu. Durch Konfrontation gewöhnen wir uns an etwas.

Gryphon konfrontierte Spieler mit unbekannten Formaten durch ein spielerisches Bonusprogramm: Spieler erhalten Punkte und können sie für Produkte einlösen, nachdem sie Errungenschaften wie „Spiele ein Two-Headed Giant“ freigeschaltet haben. Auf einmal wirkten neue Formate gar nicht mehr so einschüchternd.

Sie haben neue Spieler mit Veteranen konfrontiert, indem sie letztere – darunter Pro-Tour-Teilnehmer Andrew Ohlschwager – den Anfängern als Mentoren zur Seite gestellt haben. Auf einmal wirkten die Profis gar nicht mehr so einschüchternd.

„Wir haben die Spieler Dinge ausprobieren lassen, auf die sie selbst wohl nicht unbedingt gekommen wären“, sagt Managerin Leighanna Voyles. „Das hat vielen Leuten zugesagt, die erst meinten: ‚Ich will nicht gegen extrem kompetitive Spieler antreten.‘ Nur um dann ihren Freunden mitzuteilen, dass es gar nicht so übel ist.“

Mit jedem weiteren Schritt haben sie sich darauf konzentriert, die Spieler an ihre Spielkultur zu gewöhnen.

„Das ist wie in der Kindheit: Man wird so lange mit etwas gefüttert, bis es einem schmeckt“, sagt Leighanna. „Das funktioniert nicht unbedingt nach dem Motto: ‚Magic-Spieler mögen dies und das im Allgemeinen‘, sondern eher danach: ‚Wenn du mit uns spielen magst, ist dies und jenes wichtig für uns.‘

Sie haben die Spieler nicht nur an die Magic-Community generell herangeführt, sondern an die Store-Community mit ihrem eigenen Metagame und ihren Werten.

Sobald die Spieler dem ausgesetzt wurden, fanden die Werte Anklang.

Viele der Ligaspieler sind jetzt Stammspieler, sogar eine ganze Familie, die Magic dank der Liga für sich entdeckte.

„Jetzt spielen sie bei jedem Prerelease mit“, freut sich Leighanna.

Wieso könnte ein potenzieller Spieler sich vor einer Eventteilnahme scheuen? Welche Werte vertritt Ihre Community und wie können Sie Anfänger an sie heranführen? Wer in Ihrer Community könnte als Mentor dienen?

Behalten Sie diese Fragen im Hinterkopf, wenn Sie das nächste Mal ein Event für neue Spieler veranstalten!

Zahlen und Fakten zum Store: Gryphon Comics and Games

 

Von Matt Neubert

Häufig gestellte Fragen

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