Traditionelle Werbung funktionierte nicht für meinen Store

13. Juni 2016 | 3 Min. Lesezeit

Als ich meinen Store eröffnet habe, plante ich, mein Geschäft hauptsächlich übers Fernsehen und die örtliche Tageszeitung zu bewerben.

Das war für mich der offensichtliche, erste Schritt, um ein Geschäft aufzubauen, doch ich fand bald heraus, dass sich das langfristig nicht rentieren würde – zumindest nicht auf traditionelle Weise.

Das habe ich stattdessen gemacht:

TV-Spots verhandeln

Mit der Fernsehwerbung wollte ich Kunden anziehen, aber die Plätze zur Hauptsendezeit waren wirklich teuer.

Unsere Kunden pflegen viele verschiedene Lifestyles und unsere Zielgruppe hat sich ziemlich vom Kabelfernsehen abgewendet. Das hat es mir schwer gemacht, die zeitlich passenden Werbeblocks zu wählen, um die größtmögliche Kundenzahl anzusprechen. Das hat uns anfangs also nicht geholfen.

Aber TV-Werbung ganz aufgeben wollte ich auch nicht. Stattdessen habe ich das Personal des örtlichen Senders kennengelernt und letztendlich einen günstigen Vertrag ausgehandelt. Der belief sich auf ein Jahr und führte dazu, dass wir wesentlich mehr Werbung senden konnten, als ich erwartet hatte. Wir haben vereinbart, dass der Sender unsere Spots immer dann sendet, wenn er unverkaufte Werbeplätze zu füllen hatte.

So kamen wir auf durchschnittlich 80 gesendete Spots im Monat, haben dafür aber nur einen sehr niedrigen Preis bezahlt. Außerdem war unser Store auch ab und zu zur besten Sendezeit zu sehen. Seitdem haben wir viele neue Gesichter im Store zu sehen bekommen und wir hörten ca. einmal die Woche, dass man unsere Fernsehwerbung gesehen hatte.

Zeitungsartikel, keine Anzeigen

Anfangs habe ich Anzeigen in unserer örtlichen Tageszeitung, dem Waco Tribune-Herald, geschaltet, aber zwei große Nachteile fielen mir schnell auf: Der Platz in den Anzeigen ist begrenzt und unsere eigentliche Zielgruppe liest nicht mehr viel Zeitung.

Stattdessen habe ich Kontakte zu den Redakteuren aufgebaut und die Zeitung auf andere Weise für die Promotion genutzt.

Wenn mein Store an öffentlichen Veranstaltungen beteiligt war, habe ich die Zeitung kontaktiert. Und genauso bei großen Ankündigungen oder wenn der Store umgezogen ist. Solche Artikel haben viel größere Aufmerksamkeit generiert, aber ich hatte trotzdem die Kontrolle über den Inhalt.

Ob Stadt, Messezentrum oder örtlicher TV-Sender: alles nützliche Anlaufstellen für öffentliche Events. Scheuen Sie sich nicht davor, bei Conventions, Konzertreihen, Messen, Volksfesten oder sogar Paraden mitzumachen. Die Gebühren sind oft erschwinglich und eine Eventteilnahme weckt das Interesse vieler potenzieller Kunden.

Nutzen Sie die Marketing-Materialien und erstellen Sie damit Flyer sowie Plakate. Richten Sie einen Demo-Bereich ein, um Leuten Magic beizubringen, und verteilen Sie Willkommens-Decks. Kontaktieren Sie einfach Ihr WPN-Supportteam, um die kostenlosen Muster zu erhalten.

Crosspromotion mit dem örtlichen Kino

Nach der Store-Eröffnung habe ich im örtlichen Kino während der Previews Werbung geschaltet. Das hat mich über 1.200 $ im Monat gekostet, aber alle sechs Wochen hat nur ein Kunde erwähnt, die Kinowerbung gesehen zu haben.

Auch wenn wir realistischerweise vier weitere neue Kunden eingerechnet haben, die die Spots nicht erwähnt haben, machte das insgesamt nur 5 Kunden pro Monat für eine der teuersten Werbeformen.

Nachdem der Vertrag auslief, mussten wir etwas anderes ausprobieren. In der Kinolobby haben wir einen Stand aufgebaut und filmrelevante Produkte und unsere Store-Events beworben. Wir haben Demos abgespielt, neue Produkte gezeigt und Flyer sowie Gutscheine für unseren Store ausgeteilt.

Im Gegenzug mussten wir in unserem Laden nur das Kino bewerben, damit die Leute dort den neuesten Film anschauen. Das Ganze haben wir ein- bis zweimal im Jahr gemacht und konnten nach jeder Aktion mehrere neue Kunden begrüßen.

Social Media, logisch

Wie bei den meisten Stores avancierten die sozialen Netzwerke zur meistgenutzten Werbeplattform für uns. Damit können viele Zielgruppen angesprochen und Ankündigungen für große Events wie Prereleases und PPTQs günstig beworben werden. Aber allein darauf habe ich mich nicht verlassen.

Es ist nicht falsch, sparsam zu sein, aber wenn Sie Ihren Store nur in den sozialen Netzwerken anpreisen, könnten Ihnen einige potenzielle Kunden entgehen. Es gibt immer noch andere günstige Werbemöglichkeiten, wenn Sie auf kreative Weise die Ressourcen Ihrer Community anzapfen.

Traditionelles Marketing ist nicht ganz verschwunden. Es gibt noch jede Menge potenzielle Kunden, die die traditionellen Medien nutzen, um sich über örtliche Unternehmen und Events zu informieren. Ihre Kampagne muss nur auf kleine, spezialisierte Unternehmen wie Spieleläden zugeschnitten werden.

Von DeQuan Watson

16 Jahre lang war DeQuan Watson Inhaber von The Game Closet, einem Store mit Advanced-Plus-Level in Waco, Texas. Seit Kurzem arbeitet er für Wizards of the Coast als Trade Marketing Manager.

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