Bahr: 3 wichtige Tipps zur Verwaltung des Magic-Inventars

29. November 2017 | 1 Min. Lesezeit

Von Michael Bahr, geschäftsführender Teilhaber von Desert Sky Games and Comics

Vier- bis sechsmal im Jahr erscheinen neue Magic-Booster in den Stores und alles ist super.

Das langersehnte Wochenende ist endlich gekommen und scheinbar kann nichts schiefgehen. Bei den Standard-Sets gibt es das Prerelease – eine wunderbare Kombination aus Teilnehmerströmen und hohem Umsatz. Bei ergänzenden Artikeln wie Iconic Masters klingelt die Kasse vom Verkauf all der Boxen.

Doch irgendwann legt sich die Aufregung. Selbst bei den besten Sets sinkt irgendwann die Begeisterung. Wenn Sie sich ausschließlich auf die Set-Veröffentlichungen verlassen, landen Sie in einem Kreislauf aus traumhaften Verkaufszahlen zu den Veröffentlichungen und sehr langen Durststrecken dazwischen.

Wie können Sie die Schwankungen zu Ihrem Vorteil ausgleichen? Wenn Sie Ihr Inventar so verwalten, dass für die Booster-Displays jede Verkaufsgelegenheit genutzt wird, können Sie die Durststrecken zwischen den großen Ereignissen gut überbrücken.

Hier sind drei wichtige Tipps, wie Sie Ihr Inventar zwischen den großen Veröffentlichungen verwalten können:

1. Bieten Sie alle möglichen Kombinationen aus den verfügbaren Produkten zum Kauf an.

Jeder Spieler sollte alle möglichen Kombinationen der aktuellen Booster-Produkte bei Ihnen kaufen können. Wenn Ihr Produktvorrat dafür nicht ausreicht, können Sie auch nicht alle Umsatzgelegenheiten nutzen.

Ihr Produktvorrat sollte groß genug sein, um eine Boosterpackung, ein Bundle, ein ganzes Booster-Display oder sogar einen kompletten Karton voller Booster-Displays zu verkaufen. Spieler, die ganze Kartons kaufen, legen in der Regel Wert darauf, dass diese ungeöffnet und vollständig sind.

2. Füllen Sie die Lücken mit verfügbaren Nicht-Standard-Produkten.

Als die Begeisterung für Stunde der Vernichtung in meinem Store abnahm, sah ich darin die perfekte Gelegenheit, meine Conspiracy-, Archenemy- und Duel Decks-Vorräte aufzufrischen.

Nicht jeder Spieler fragte genau nach diesen Produkten, einige aber schon. Und manche kauften sie auch. Besonders für Produkte wie Archenemy gilt: wenn ein Kunde nach Empfehlungen fragt, dann ist er höchstwahrscheinlich ein interessierter Gelegenheitsspieler, der nach einem „Magic-Komplettset“ sucht, das sofort spielbereit ist.

3. Füllen Sie Ihre Vorräte an Zubehör für Sammelkartenspiele auf.

Schwarze Kartenhüllen sind nicht formatspezifisch.

Zubehör – insbesondere Kartenhüllen, Spielmatten und Aufbewahrungslösungen – wird immer gebraucht. Diese Produkte sind oft monate- oder sogar jahrelang echte Verkaufsschlager.

Veteranen mögen meist Premium-Aufbewahrungslösungen wie besonders hochwertige Deckboxen, neue Spieler testen sich durch das Sortiment und brauchen von allem etwas. Sie sollten sowohl generische als auch Magic-Versionen auf Lager haben – viele Spieler achten darauf, dass ihr Zubehör zum jeweiligen Deck passt.

Wie passt das alles zusammen?

Egal wie groß Ihr Store ist: Sie kaufen wahrscheinlich deutlich mehr als sonst ein, wenn ein neues Magic-Set bevorsteht. Dabei ist die Planung der Finanzen sehr wichtig. Entweder kaufen Sie alles im Voraus, um sich vorzubereiten, oder Sie sind vorsichtiger und stellen sicher, dass Sie eventuelle Engpässe überbrücken können.

Eines sollten Sie in Hinblick auf die saftige Rechnung für das Herbstset auf jeden Fall vermeiden: Stellen Sie nicht erst in letzter Minute fest, dass Ihnen genau vor dem Prerelease die Kartenhüllen in den beliebtesten Farben ausgegangen sind. Wenn Sie einen Monat früher günstig einkaufen, können Sie sich während des gesamten nächsten Veröffentlichungszyklus auf den Verkauf dieser Produkte stützen und den Einfluss hoher Rechnungen abmindern.

Ein anderes Beispiel: Ein Geburtstagskind kommt in Ihren Store und will für sich und seine Freunde ein paar Conspiracy-Drafts veranstalten. Sie haben aber gerade keine ergänzenden Sets auf Lager und verpassen diese Gelegenheit. Sie wissen sicher, was ich meine.

Magic ist im Moment glänzend aufgestellt. Für jeden Spielertyp gibt es jederzeit ein aktuelles Produkt. Aber Sie können nur verkaufen, was Sie auch auf Lager haben. Achten Sie daher darauf, dass genug von allen Produkten verfügbar ist.

Außerdem sollten Sie auch nicht vergessen, dass ein Lächeln und die freundliche Bedienung der Kunden wichtig sind. So sind Ihre Kunden rundherum zufrieden – und zufriedene Kunden kommen gerne wieder.

Michael Bahr ist geschäftsführender Teilhaber von Desert Sky Games mit zwei Stores in der Nähe von Phoenix, USA. Er fungierte vier Jahre lang als Level 3 Judge, hat einen Abschluss in Rechtswissenschaften von der Arizona State und arbeitete sieben Jahre lang im staatlichen Gesundheitsministerium.

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