Bahr: 3rd Place Theory Can Improve Your Store, Right Now

Bahr: Die Theorie des Dritten Orts kann Ihren Store sofort verbessern

15. November 2017 | 4 Min. Lesezeit

Von Michael Bahr, geschäftsführender Teilhaber von Desert Sky Games and Comics

Die Theorie des Dritten Orts ist für Fachhändler im Spielesektor unheimlich wichtig. Sie ist ein Weg zu effektiver und nachhaltiger Monetisierung Ihres Stores und benötigt kein riesiges Lagerhaus, keine grenzwertigen Rabattaktionen und keine Tricks zulasten der Kundenerfahrung.

Wenn Sie diese Seite kennen oder meinem oder Gary Rays Blog folgen, dann ist Ihnen die Grundidee bereits bekannt. Der „Erste Ort“ ist das Zuhause, der „Zweite Ort“ ist der Arbeitsplatz oder die Schule. Fast jeder verbringt den größten Teil seiner Zeit an einem dieser Orte.

Am „Dritten Ort“ werden Kontakte geknüpft.

Cafés, Bars und Vereine – wenn am „Ersten Ort“ das Familienleben und am „Zweiten Ort“ das Arbeitsleben stattfindet, dann findet am „Dritten Ort“ das gesellschaftliche Leben statt.

Der Begründer dieser Theorie, Ray Oldenburg, listet die folgenden Merkmale für den „Dritten Ort“ auf:

  • Kostenloser oder günstiger Eintritt
  • Es gibt Essen und Getränke
  • Der Ort befindet sich in der Nähe
  • Gewohnheitsmäßige Besucher kommen regelmäßig
  • Ein Ort für neue und alte Freunde
  • Neuzugänge fühlen sich wohl

Andere haben Oldenburgs Liste erweitert, doch wir wollen zunächst mit diesen Punkten anfangen:

Kostenloser oder günstiger Eintritt. Ein „Dritter Ort“ ist kein Konzert, für das man viel Geld bezahlt, um passiv unterhalten zu werden. Es ist ein Ort, an dem man sich aktiv einbringt und an dem umso mehr Interaktionen stattfinden, desto mehr Menschen sich dort befinden.

Nähe. Wenn man unterwegs ist, ist man an keinem der drei Orte. Viele von uns pendeln zur Arbeit. Können Sie sich vorstellen, zusätzlich zu dem Ort zu pendeln, an dem Sie sich entspannen und erholen wollen?

Gewohnheitsmäßige Besucher gehören zu einem funktionierenden „Dritten Ort“ und Besucher kehren von selbst dorthin zurück. Wenn der Ort außerdem neutral und Neulingen gegenüber aufgeschlossen ist, lassen sich dort sowohl altbekannte als auch neue Bekanntschaften knüpfen und pflegen.

Nun fragen Sie sich sicher: „Wie kann ich damit Geld verdienen?“

Ich kann mich nur wiederholen: Egal, was Sie tun, um Ihren Store von anderen zu unterscheiden – ohne Umsatz können Sie nicht überleben.

Die Theorie des Dritten Orts kurbelt den Umsatz an, indem sie für eine positive Verbindung sorgt, die Ihren Store zum „Dritten Ort“ macht. Wenn Sie das erreichen, haben Sie einen Kundenstamm, der Ihren Store um seiner selbst willen mag. Wenn Sie das erreichen, dann können Sie Geld damit verdienen.

Manche Taktiken zur Schaffung eines „Dritten Orts“ funktionieren am besten, wenn Sie gleich zur Eröffnung eines Stores angewandt werden, andere können Sie auch jetzt anwenden. Die Theorie des Dritten Orts ist in jedem Fall ein fundamentales Element.

Das können Sie jetzt tun:

1. Legen Sie Verhaltensregeln fest. Es ist vielleicht keine besonders kreative Maßnahme, aber wenn Sie diese Regeln durchdenken, wirken sie sich auf die Schulung von Mitarbeitern, den Eindruck, den Ihr Store hinterlässt und die sozialen Interaktionen in Ihrem Spielbereich aus.

2. Zeigen Sie, was Sie zu bieten haben. Nicht jeder Besucher wird alles kaufen, was ihm gefällt. Es ist aber wichtig, dass alle Besucher etwas sehen, was ihnen gefällt. Kaufen Sie keine Produkte oder Dekoartikel, um sie „einfach nur da zu haben“; wählen Sie sie mit Bedacht aus.

3. Konzentrieren Sie sich auf die Kundengewinnung. Zu viel Routine ist gefährlich. Mit einem reibungslosen Verkaufsprozess, Wegen durch den Laden, die von einem Höhepunkt zum nächsten führen, und Interaktionen, bei denen Sie nicht davon ausgehen, dass Ihre Kunden schon alles wissen, sondern davon, dass sie neugierig sind, gewinnen Sie neue treue Kunden.

Das können Sie zur Eröffnung oder Erweiterung Ihres Stores tun:

1. Finden Sie eine Community ohne „Dritten Ort“. Suchen Sie sich einen Teil Ihrer Zielgruppe, der noch von keinem anderen Store abgedeckt wird. Dieser andere Store ist bereits der „Dritte Ort“ für seine Spieler.

2. Überlegen Sie sich, ob Sie bestimmte Bereiche für unterschiedliche Spielergruppen schaffen möchten. Die Spieler wollen unter sich sein, aber nicht ausgegrenzt werden. Diese Überlegung gehört sprichwörtlich zur Bauplanung und kann hohe Kosten verursachen. Es ist daher ratsam, einen Architekten zurate zu ziehen.

3. Wenn Sie Snacks oder Getränke anbieten wollen, müssen Sie dies jetzt einplanen. Der Verkauf von Snacks und Getränken kann helfen, auch ohne „richtige Verkäufe“ Umsatz zu generieren, doch dadurch verändert sich Ihr Businessplan grundlegend.

Ihr Geschäft ist nur etwas wert, wenn es sich selbst erhalten kann. Ein Geschäft, das neuen Besuchern ein gutes Wertangebot machen kann, bringt dafür die besten Voraussetzungen mit.

Wenn Ihr Store zum „Dritten Ort“ für Ihre Kunden geworden ist, haben Sie die Grundlage dafür geschaffen, dass Ihre Community gern Geld bei Ihnen ausgibt.

Die Magic-Liga und die Theorie des Dritten Orts passen perfekt zusammen. Melden Sie Ihre Rivalen von Ixalan Liga heute an und erhalten Sie Promokarten, mit denen Sie Einsteiger an die Welt des Spielens im Store heranführen können.

Michael Bahr ist geschäftsführender Teilhaber von Desert Sky Games and Comics mit zwei Stores in der Nähe von Phoenix, USA. Er fungierte vier Jahre lang als Level 3 Judge, hat einen Abschluss in Rechtswissenschaften von der Arizona State und arbeitete sieben Jahre lang im staatlichen Gesundheitsministerium.

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